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Der Besen

Als ich in Venezia war, habe ich vor sehr vielen Türen Besen gesehen. Zuerst habe ich gedacht, dass die Besitzer von den Läden sauber halten wollen.

 Dann aber wurde mir erklärt, dass das Hochwasser in Venezia von der Lagune so oft die Bewohner aufsucht, dass sie das Wasser vertreiben müssen. Auch mit Besen.

 Es kommt aber wieder und immer wieder. So ist auch im Leben. Wenn wir die Menschen, Situationen, Dinge oder Staub nicht fegen wollen, uns reicht irgendwann mal kein Mühlauto mehr. Unser Leben staubt sich so, dass wir immer unzufriedener werden. 

Und wenn die Menschen unzufriedener sind, versuchen sie mit Aggression und Ausnutzen von anderen, aus der Situation zu kommen.

In manchen Ländern dieser Welt spricht man von Zigeunerbesen. Ein Besen vor der Tür bedeutet Missachtung und Magie. Es gibt sogar ein Märchen, wo ein Vater sein Sohn heiraten wollte und so hat er Folgendes veranlasst: Je mehr Mühl von der jungen Frauen mitgebracht wird, desto mehr bekommen die Frauen Pflaumen. Als letzter kam eine junge wunderschöne Frau, die ganz wenig Mühl in ihrem Schaufel hatte. "Lieber Sohn", sagte dann der Vater zu seinem Sohn. "Das ist deine zukünftige Gattin. Denn so eine Frau ist eine gute Hausfrau und Ehefrau, sie kümmert sich um das Haus, Garten und ihre Familie. Alles ist gefegt, gepflegt und sauber."

In Meditation wird den Besen als Wegfegen von Sorgen und Schwierigkeiten verstanden. 


Im Herbst fege ich alles. Freunde im echten und virtuellen Leben, oder Menschen, die mich nur ausnutzen wollen. Die haben ihre Chance verpasst und können nun jetzt alleine im Leben schwimmen. Meine Garderobe ist auch fast leer. Es gibt mehr Platz für neue Kleider. Auch mein Herz ist leer. Neues kann jetzt kommen. Wie sieht bei Ihnen aus? Oder soll ich Ihnen ein Besen zuschicken?:))))

Foto:Ross

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